Stadtgeschichtsmuseum Schwerin

Stadtgeschichtsmuseum Schwerin am Schlachtermarkt, offener Wettbewerb, 2025

Am Schlachtermarkt: Der Blick geht auf Spurensuche. Traufkanten und Gesimse des historischen Gebäudes setzen sich in markanten Betonstreifen fort. Darüber erhebt sich die schräg zurücklaufende Baumasse gleich einer Dachskulptur. Die Fuge stellt einen respektvollen Abstand her. Der Bestandssockel ist aufgenommen; aber invertiert als gläsernes Eingangsgeschoss. Die beiden Bestandsgeschosse scheinen im Neubau zusammengefasst. Doch die gerasterte Perforation deutet andere Geschosshöhen an und abstrahiert die historischen Fenster. Feine Rücksprünge unterteilen die Fassade des Neubaus im Rhytmus der historischen Fassade. Die Felder sind von unterschiedlicher Beschaffenheit: rau, streifig, gekörnt, wolkig […]. Wie ein verblassendes Relief, wie eine archäologische Grabungsstätte. Unterlegte Strukturen werden ablesbar und verbinden entfernte Felder miteinander. Vieles liegt noch im Verborgenen. Es ist Zeit, einzutreten.